97889 64456 72312 47532 85224 72311 99738 05314 18822 88877 83701 91188 72106 98803 83485 70762 67561 00923 55229 06479 57972 59061 74949 93171 14807 03728 86417 14924 55271 76483 09709 80826 48003 69756 41326 33857 90179 16007 50123 74390 32549 30315 44217 63317 75601 80709 41762 62320 18455 61834 28274 17965 11564 40730 97515 38882 00045 18375 34435 87730 65633 86354 42635 03181 37624 00288 29224 98754 64198 42645 13159 80277 57942 84214 09885 11406 37363 27238 16160 82824 82750 03902 45252 98749 86602 85405 74120 11069 70749 63642 54482 33973 81058 25338 11638 53184 38067 75862 58160 05931 81160 94118 63131 11678 37627 13358 15577 41533 20376 02073 54475 97260 40548 91470 84971 47067 00960 20371 54295 32383 70544 08125 72446 96640 07075 16165 30869 08344 20223 85830 11652 84248 58240 18720 83640 74865 63798 26432 11368 91553 98930 40390 63732 07578 52004 83379 91665 87295 27594 70342 33614 00445 56766 74846 32119 67664 51801 34739 44392 32414 80290 43295 50949 32938 59188 82226 64963 12065 07486 96473 17151 41690 05059 80565 72757 89563 68610 87113 78719 74762 26213 13426 23716 54025 70952 73308 30338 98371 80443 39662 15506 33308 53719 47268 57523 71539 98084 43052 68615 92226 35372 86296 82533 08533 12606 77475 19780 50069 42332 94775 84463 97795 86712 89454 36026 27730 87899 25252 69813 38682 Erste Mutter-Tochter-Bestattung aus römischer Zeit in Österreich entdeckt – MJRBJC
Erste Mutter-Tochter-Bestattung aus der Römerzeit in Österreich

Visualisierung der Ergebnisse – a: Doppelbestattung; b und c: Standort auf dem Friedhof; d: 2 Goldanhänger, als Grabbeigaben gefunden; e: Dokumentarfoto der beiden Personen; f: Dokumentationsfoto des Pferdes (Daten: Stadt Wels, basemap.at, OpenStreetMap, Natural Earth). Bildnachweis: Dominik Hagmann, 2024

Als vor 20 Jahren in Wels ein Grab entdeckt wurde, ging man aufgrund seiner ungewöhnlichen Merkmale davon aus, dass es sich um eine frühmittelalterliche Doppelbestattung eines Ehepaares und eines Pferdes handelte. Erst jetzt können mit modernsten archäologischen Technologien die biologischen Geschlechter- und Familienverhältnisse der Bestatteten geklärt werden.

Unter der Leitung der Anthropologin Sylvia Kirchengast und des Archäologen Dominik Hagmann von der Universität Wien gelang es Wissenschaftlern außerdem, das Grab auf das 2. bis 3. Jahrhundert n. Chr. zu datieren. Die Ergebnisse werden im veröffentlicht Journal of Archaeological Sciences: Berichte.

Im Jahr 2004 wurde bei Bauarbeiten im sogenannten Ostfriedhofsbereich der antiken Römerstadt Ovilava, heute Wels in Oberösterreich, ein außergewöhnliches Grab entdeckt.

Das Grab enthielt die Überreste zweier ineinander verschlungener Menschen und mindestens eines Pferdes. Aufgrund dieser ungewöhnlichen Merkmale wurde zunächst angenommen, dass es sich bei dem Fund um eine frühmittelalterliche Doppelbestattung handelte.

Eine neue eingehende Untersuchung, bei der modernste bioarchäologische und archäogenetische Methoden zum Einsatz kamen, brachte überraschende Ergebnisse: Das Grab ist 500 Jahre älter als bisher angenommen, es stammt aus dem 2. bis 3. Jahrhundert n. Chr. und kann somit der römischen Antike zugeordnet werden in Österreich. .

„In der Römerzeit waren Bestattungen, bei denen Menschen neben Pferden begraben wurden, sehr selten. Noch außergewöhnlicher ist jedoch, dass es sich um die erste Bestattung in der römischen Antike in Österreich handelt, bei der dank genetischer Analyse eine leibliche Mutter und sie.“ „Die gleichzeitig beerdigten leiblichen Töchter konnten eindeutig identifiziert werden. Das macht unsere Ergebnisse besonders interessant“, erklärt Dominik Hagmann, Erstautor der Studie.

  • Erste Mutter-Tochter-Bestattung aus der Römerzeit in Österreich

    Dokumentarisches Foto der beiden Personen zum Zeitpunkt ihrer Entdeckung. Bildnachweis: Stadtmuseum Wels

  • Erste Mutter-Tochter-Bestattung aus der Römerzeit in Österreich

    Künstlerische Rekonstruktion der kombinierten Menschen- und Tierbestattung, die zeigt, wie die Leichen möglicherweise ursprünglich auf den Kadaver gelegt wurden, bevor die Grabgrube gefüllt wurde. Bildnachweis: Jona Schlegel, 2024

Osteologische Studien und Analysen antiker DNA (aDNA) enthüllten das biologische Geschlecht und legten auch eine familiäre Verbindung zwischen den beiden menschlichen Individuen nahe. Die Radiokarbondatierung ermöglichte letztendlich eine genauere zeitliche Klassifizierung der Skelette von Menschen und Reitern.

Die detaillierte Untersuchung der goldenen Grabbeigaben hat das Verständnis der neuen Datierung der Stätte weiter bereichert, ebenso wie die archäozoologischen Untersuchungen des begrabenen Pferdes das Verständnis des gesamten Grabkontexts erweitert haben.

„Zusammenfassend ergaben unsere Untersuchungen, dass es sich um die Gräber zweier leiblicher Frauen handelte – wahrscheinlich einer Mutter im Alter von etwa 40 bis 60 Jahren und ihrer Tochter im Alter von etwa 20 bis 25 Jahren – aus dem zweiten und dritten Jahrhundert. „Das Grab ist etwa 500 Jahre älter als ursprünglich angenommen. vermutet und stammt eindeutig aus der Römerzeit“, erklärt Sylvia Kirchengast, Leiterin der Studie.

Der genaue Kontext der Doppelbestattung ist unklar, die Theorie der Wissenschaftler geht davon aus, dass beide gleichzeitig an einer Krankheit gestorben sein könnten und einer Überlieferung aus der späten Eisenzeit zufolge zusammen mit ihrem Pferd, dem ältesten Menschen, begraben worden wären. weist Skelettmerkmale auf, die darauf hindeuten, dass häufiges Fahren dazu führen kann.

Letztendlich zeigt diese Studie das enorme Potenzial, das die Anwendung moderner wissenschaftlicher Methoden in Kombination mit traditionellen Forschungsansätzen für die Archäologie im römischen Österreich bietet.

Mehr Informationen:
D. Hagmann et al, Doppelte Funktionalität: Erster genetischer Nachweis einer doppelten Mutter-Tochter-Bestattung zur Römerzeit in Österreich, Journal of Archaeological Sciences: Berichte (2024). DOI: 10.1016/j.jasrep.2024.104479

Zur Verfügung gestellt von der Universität Wien

Zitat: Entdeckung der ersten Mutter-Tochter-Bestattung aus der Römerzeit in Österreich (3. Mai 2024), abgerufen am 3. Mai 2024 von https://phys.org/news/2024-05-mother-daughter-burial-roman- Österreich .html

Dieses Dokument unterliegt dem Urheberrecht. Mit Ausnahme der fairen Nutzung für private Studien- oder Forschungszwecke darf kein Teil ohne schriftliche Genehmigung reproduziert werden. Der Inhalt dient lediglich der Information.

By rb8jg

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Failed to fetch data from the URL.