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Gemeinsam an der Plastikproblematik arbeiten: Wie lässt sich das Bürgerengagement aufrechterhalten?

Eine Gruppe von Clean Rivers-Freiwilligen arbeitet zusammen, um den Plastikmüll an den Flussufern zu kartieren. Bildnachweis: Schöne Rivieren.

Was motiviert Bürger, an einem Citizen-Science-Projekt zum Thema Plastikverschmutzung teilzunehmen? Und verändert sich diese Motivation im Laufe der Zeit? Diese und weitere Fragen versuchte Liselotte Rambonnet mit ihrer Recherche zum Projekt „Clean Rivers“ („Schone Rivieren“) zu beantworten.

Rambonnet ist Arzt. Student am Leiden Institute of Biology und stellte fest, dass die Teilnehmer dieses Projekts zunehmend motiviert waren, etwas gegen das Plastikproblem zu unternehmen, und mehr über Plastikverschmutzung und wissenschaftliche Forschung erfuhren. Die Studie ist veröffentlicht in Citizen Science: Theorie und Praxis.

Welche Arten von Plastikmüll gibt es in unseren Flüssen? Seit 2017 haben Hunderte von Clean Rivers-Freiwilligen bei der Untersuchung dieses Problems geholfen. Liselotte Rambonnet und ihre Kollegen Frans Rodenburg und Anne Land-Zandstra waren neugierig auf ihre Motivation, Einstellungen und Kenntnisse und wie sich diese im Laufe der Zeit ändern könnten. Sie verfolgten die Freiwilligen über mehrere Jahre hinweg mithilfe von Fragebögen.

Die Forscher, die sich mit Flussabfällen befassten, schienen in erster Linie von dem Wunsch motiviert zu sein, die Ursache des Plastikverschmutzungsproblems anzugehen. Insbesondere diese eher handlungsorientierte Motivation hat laut der Leiden-Studie deutlich zugenommen. Die Freiwilligen hatten bereits eine positive Einstellung zur Natur und zur Wissenschaft, und auch beides veränderte sich kaum. Auch ihr Wissen über Plastikverschmutzung war schon recht hoch, über wissenschaftliche Forschung allerdings etwas weniger. Mit der Zeit erfuhren die Freiwilligen mehr, sowohl über die Plastikverschmutzung als auch über ihre Forschung.

Tun Sie wirklich etwas gegen das Plastikproblem

Rambonnet erlebte im ersten Jahr den größten Einfluss. Dabei werden Freiwillige unter anderem in der Forschung geschult. Anschließend lernen sie, Plastikmüll zu erkennen, zu kategorisieren und zu erfassen.

„Freiwillige, die zum ersten Mal teilnehmen, könnten von dem, was sie finden, überrascht sein“, sagt Rambonnet. „Manchmal hört man in den Nachrichten von dem Plastikproblem, aber es mit eigenen Augen zu sehen, ist etwas anderes. Vielleicht stärkt es die Motivation zum Handeln noch mehr.“

„Man muss auch eine gehörige Portion Engagement mitbringen, um mitzumachen, das verlangt den Teilnehmern einiges ab“, erkennt Rambonnet. Zweimal im Jahr kartieren die Teilnehmer systematisch einen etwa hundert Meter langen Uferabschnitt. „Die Bank, die Sie kartieren, ist normalerweise nicht in der Nähe. Um sich dem Projekt anzuschließen, müssen Sie also bereits die Motivation haben, wirklich etwas gegen das Plastikproblem unternehmen zu wollen.“

Von der Wissenschaft in die Praxis

Wenn Sie wissen, was Freiwillige zur Teilnahme motiviert, können Sie entsprechend reagieren. Die vorherige Studie zu diesem Projekt hat bereits gezeigt, dass die Teilnehmer sehr handlungsorientiert sind. So können Clean Rivers-Teilnehmer nun auch innerhalb des Projekts aktiver werden, beispielsweise durch die Organisation einer Veranstaltung oder Lobbyarbeit in ihrer Gemeinde. „Clean Rivers gelingt dies sehr gut. Sie setzen wissenschaftliche Ergebnisse auch wirklich in praktische Maßnahmen um“, sagt Rambonnet.

Diese Studie bildet erstmals ab, wie sich Motivation, Einstellungen und Wissen von Bürgerwissenschaftlern im Laufe der Zeit verändern können. Rambonnet: „Wir wussten vorher nicht viel darüber. Diese Motivation kann je nach Projekt und Thema unterschiedlich sein. Beispielsweise wollen Vogelbeobachter, die ihre Beobachtungen für wissenschaftliche Zwecke melden, nicht unbedingt überhaupt etwas unternehmen. Vielleicht liegt es daran.“ Sie mögen einfach Vögel und kümmern sich überhaupt nicht darum, was die Organisatoren mit diesen Daten machen.

Reinigen Sie die Kanäle

Rambonnet startete in seiner eigenen Stadt Leiden mit Auke-Florian Hiemstra ein ähnliches Projekt: De Grachtwacht (übersetzt: The Canalwatch). Damit kämpfen sie seit 2018 für plastikfreie Kanäle und schärfen das Bewusstsein für die städtische Tierwelt in und um die Kanäle von Leiden. Gemeinsam mit De Grachtwacht versuchen sie, die Abfallquelle zu finden, um baulich für weniger Plastik im Kanal zu sorgen.

Im Jahr 2023 gewannen sie sogar den NWO Communication Initiative Award. „Mein Engagement bei Clean Rivers war für De Grachtwacht sehr lehrreich“, sagt Rambonnet. „Auf dem Gebiet der Plastikverschmutzungsforschung passiert viel, insbesondere im Hinblick auf die Bürgerwissenschaft. Es ist großartig, mit unserer Forschung dazu beizutragen.“

Mehr Informationen:
Liselotte Rambonnet et al., Längsschnittstudie über die Motivation, Einstellung und das Wissen von Bürgerwissenschaftlern, die die Plastikverschmutzung an niederländischen Küsten überwachen, Citizen Science: Theorie und Praxis (2024). DOI: 10.5334/cstp.667

Zur Verfügung gestellt von der Universität Leiden

Zitat: Gemeinsam an der Plastikproblematik arbeiten: Wie lässt sich das Bürgerengagement aufrechterhalten? (6. Juni 2024), abgerufen am 6. Juni 2024 von https://phys.org/news/2024-06-plastic-problem-citizens-engaged.html

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By rb8jg

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